Verkehrskonzept Friedberg


Im Rahmen der vorbereiteten Untersuchungen für die Altstadtsanierung wurde von den Professoren Dr.-Ing. Hans-Jörg Lang und Dr. Hartmut Keller in Arbeitsgemeinschaft mit dem Institut für Städtebau und Raumplanung der TU München eine Verkehrsuntersuchung als integrierter Bestandteil der Altstadtsanierung durchgeführt. In dem 1985 fertig gestellten Gutachten "Verkehrsordnung Friedberg" wird primär zur Altstadterschließung Bezug genommen.

Zur Beurteilung der großräumigen Verkehrserschließung wurden wir 1990 mit der "Verkehrsuntersuchung Individualverkehr" beauftragt.

Das am 31.01.1991 vorgelegte Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass mit großräumigen Umfahrungen (West- und Südumgehung), ergänzt durch die südliche Altstadttangente, die Voraussetzungen für eine Verbesserung der verkehrlichen Verhältnisse in Friedberg und damit eine weitergehende städtebauliche Entwicklung geschaffen werden können.

Die Zielsetzungen für die Altstadt von Friedberg sind im Gutachten "Verkehrsneuordnung Friedberg" klar formuliert. Angestrebt ist eine Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsbedingungen, die Schaffung einer Stadtmitte mit hohem Identifikationswert sowie der Ausbau der Innenstadt als Versorgungszentrum zur Minderung des Kaufkraftabflusses.

Voraussetzung hierfür ist ein aufnahmefähiges Straßennetz am Rande der Altstadt, das den ausgelagerten Verkehr aufnehmen kann und verbunden mit der Schaffung ausreichender Parkflächen die Sicherung der guten Erreichbarkeit des Stadtzentrums gewährleistet.

Die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt darf aber keinesfalls auf Kosten der an das innerstädtische Tangentennetz angrenzenden Anlieger erreicht werden.

Aus den vorgenannten Gründen wurden im städtebaulichen und verkehrlichen Gesamtkonzept im Friedberger Süden folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Ausbau der Innenstadt als Versorgungszentrum und Auslagerung des Durchgangsverkehrs
  • Übernahme des ausgelagerten Verkehrs durch die südliche Altstadttangente, verbunden mit der Schaffung ausreichender Parkflächen und Sicherung der guten Erreichbarkeit des Stadtzentrums
  • Großräumige Umfahrungen (südliche und westliche Entlastungsstraße) für den ortsfremden Durchgangsverkehr sowie den stadtteilbezogenen Ziel- und Quellverkehr.

Zur Umsetzung dieser Maßnahmen wurde 1991 entsprechende Bebauungsplanverfahren als Rechtsgrundlage für den Bau der West- und Südumgehung sowie der südlichen Altstadttangente eingeleitet und mit der Aufplanung der Trassen begonnen.

1994 haben die Bebauungspläne Rechtskraft erhalten. Im Anschluss daran wurden von der Stadt Friedberg bei der Regierung von Schwaben die Zuwendungsanträge eingereicht und mit den Grunderwerbsverhandlungen begonnen.

Zwischenzeitlich ist das verkehrliche Gesamtkonzept für den Süden von Friedberg umgesetzt. Derzeit erfolgt der Ausbau der Ludwigstraße.

Auszug aus dem Gutachten zum Verkehrskonzept Friedberg

Zurück zum Projektüberblick

Hyna + Weiß Bauingenieure Partnerschaftsgesellschaft | Engelschalkstraße 5 | 86316 Friedberg
Tel. 0821 / 26897-0 | Fax 0821 / 26897-99 | E-Mail kontakt@hyna-weiss.de