Projekt: Südumfahrung Friedberg


Erbrachte Leistungen:

  • Verkehrsgutachten
  • Vermessung
  • Planung
  • Bebauungsplanverfahren
  • Ausschreibung und Bauleitung

Daten:

  • Baulänge
    • Südumfahrung 3,5 km
    • Afrastraße 0,3 km
    • Paartalstraße 0,5 km
  • 1 Kreuzung
  • 1 Kreisverkehr
  • 2 Einmündungen
  • 1 Brücke über die Ach
  • 1 Anwandwegunterführung
  • 2 Rad- und Gehwegunterführungen
  • 1 Regenrückhaltebecken

  

 

Bildergalerie während der Bauzeit

Bildergalerie nach Fertigstellung

Zeitungsartikel zum Projekt

 

Allgemeines:

Die Südumfahrung ist Teil des verkehrlichen und städtebaulichen Gesamtkonzepts der Stadt Friedberg
(siehe hierzu "Verkehrskonzept Friedberg").

Bei der Planung und Trassenwahl wurde den naturschutzfachlichen Belangen größte Bedeutung beigemessen. Um die bei einem Straßenneubau unumgänglichen Eingriffe in die Natur weitgehend zu kompensieren, wurden zahlreiche Ausgleichs- und Ersatzflächen angelegt.

Besonders berücksichtigt wurden auch die Bedürfnisse und Wünsche der Landwirtschaft sowie des nicht motorisierten Verkehrs. Entlang der gesamten Trasse wurde ein zusammenhängendes Wegenetz angelegt. Beim Kreisverkehr wurde eine Rad- und Gehwegunterführung errichtet und beim Steinernen Säulweg eine Unterführung für die Landwirtschaft sowie für Radfahrer und Fußgänger gebaut.
Darüber hinaus entstanden im Bereich von Friedberg-Süd Lärmschutzwälle, obwohl diese aufgrund der gesetzlichen Vorschriften nicht gefordert waren. Dies sind freiwillige Maßnahmen, die von der Stadt Friedberg zum Schutz ihrer Bürger in Friedberg-Süd geschaffen wurden.

Zur Sicherung des Wasserschutzgebietes am Fuße des Leitenhanges wurde die Fahrbahn beidseits mit Distanzschutzplanken eingefasst und zur gefahrlosen Ableitung des Straßenwassers eine Entwässerungs¬rinne sowie ein Kanal verlegt.

Berücksichtigt wurde auch eine mögliche Anbindung von Friedberg-Süd. Im Bereich des Steinernen Säulweges wurde die Fahrbahn zur Aufnahme einer Linksabbiegespur verbreitert, so dass ein späterer Anschluss ohne Eingriff in die vorhandene Fahrbahn und ohne Verkehrsbehinderung möglich ist.

Was die Bauausführung anbelangt verlief alles nach Plan, mit Ausnahme des Wetters. Ich erinnere an die starken Niederschläge im Frühjahr und Sommer 1999, den damit verbundenen hohen Grundwasserständen sowie das Pfingsthochwasser.

Aus baugrundtechnischer Sicht hatte die Südumfahrung zudem alles zu bieten. So konnte der im Leitenhang ausgebaute Boden Richtung Friedberg nur durch Bodenverbesserungsmaßnahmen mit Kalk eingebaut werden. Im Leitenhang wurde Feinsand angetroffen, durchzogen durch wasserführende Schichten. Am Fuße des Leitenhanges musste der Moorboden ausgetauscht werden.

Dennoch ist es gelungen, wie geplant den gesamten in den Einschnittsbereichen anfallenden Boden von über 50.000 m³ innerhalb der Baustelle in Straßendämmen und Lärmschutzwällen einzubauen. Der teilweise stark durchnässte und stark wasserempfindliche Boden musste mit Kalk- und Zementzugabe verbessert werden.

Umfangreich waren auch die Arbeiten, die nach Fertigstellung der Straße nicht mehr wahrnehmbar sind. So wurden z. B. zur Entwässerung der Frostschutzschicht knapp 3 km Sickerleitungen verlegt. Für die Ableitung des Straßenwassers war der Bau von knapp 2 km Kanälen erforderlich.

Erwähnt werden sollte an dieser Stelle auch, dass vor Beginn der Baumaßnahme ein Bürgerentscheid durchgeführt wurde, in dem sich 76 % der Friedberger Bürger für den Bau der Südumfahrung ausgesprochen haben.

Seit der Vorstellung des Verkehrsgutachtens ‚Individualverkehr Friedberg’ sind 9 Jahre vergangen, obwohl die Bauzeit nur 1 ½ Jahre in Anspruch nahm. Dies resultiert insbesondere daraus, dass bis zum Baubeginn umfangreiche Bauleitplanungen und Grunderwerbsverhandlungen notwendig waren. 

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